Welcome!

For 20 years Simon Ngote works with witch-hunt victims. His Witch-hunt Victims Empowerment project is active in Gushiegu since 2010. 200 elderly women currently found refuge in those three asylums. Some 800 more are living in five further asylums that are visited on a regular basis. On this site we want to inform on modern witch-hunts and the witch Witch-hunt Victims Empowerment Project.

Relief
Newly arriving refugees have nothing. When social structures disappear, material support is provided.

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Empowerment
In Ghana, Drama-groups are a popular mode of challenging social taboos.

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Diplomacy
Resettlement remains one of the most promising options in the life of an outcast: To reconcile with their families and live in peace the midst of grandchildren and grand-grandchildren is most often their greatest wish.

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Education
All sanctuaries and Ghettoes host children. We provide education for those children.

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News

Bauarbeiten an der Website

Durch unvorhergesehene Veränderungen an der Website müssen wir diese erneuern. Wir bitten um Geduld, die meisten Informationen sind noch da.

Zehn Jahre Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge!

Vor zehn Jahren habe ich mit Simon Ngota während meiner Feldforschung das “Witch-hunt Victims Empowerment Project” gegründet. Wenige Monate später entstand in Deutschland das Unterstützerprojekt “Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge”. In diesen zehn Jahren erlebten wir viele Höhen und Tiefen. Private Spenden ermöglichten den Start. Nach einer langen Durststrecke konnten wir Partner gewinnen: ein von Familie Hichert gespendeter Toyota-Hilux ermöglichte die Arbeit in vollem Umfang aufzunehmen, die dänische Organisation “Senioren ohne Grenzen” trat als Partner bei, die Klaus-Jensen-Stiftung konnte gewonnen werden und Einzelpersonen spendeten teilweise mehrere tausend Euro auf einmal oder über Jahre hinweg.
All diesen Unterstützenden danken wir herzlichst! Es gäbe ohne sie kein Projekt in Ghana, das langfristig, ausschließlich und dauerhaft mit Hexenjagdflüchtlingen arbeitet. Durch unsere Maßnahmen haben wir einen Rückgang der Neuzugänge in den von uns betreuten Asylen um bis zu 80% erreicht! Die Zahl der Todesfälle in den Asylen durch Krankheit und Mangelernährung ging auf Null zurück!

Leider gehört zu diesem Jahrestag auch ein besorgter Ausblick dazu: aus Dänemark geförderte Teilprojekte sind ausgelaufen und konnten aus formalen Gründen nicht verlängert werden. Private Spenden gehen zurück. Leider konnte das Thema größere Geldgeber nicht erreichen. Wir müssen fürchten, unsere Arbeit 2020 drastisch zu reduzieren oder auf lange Sicht ganz einstellen zu müssen.
Wir brauchen mindestens 10,000 Euro pro Jahr, um dauerhaft arbeiten zu können und weitere Förderungen mit Eigenanteil einwerben zu können. Das ist umso schwerer, als unsere gesamte Arbeit ehrenamtlich läuft und von wenigen Personen abhängt. Helfen Sie uns!
Wenn wir Sie bereits überzeugt haben: Bitte unterstützen sie unsere Pionierarbeit weiter! Werben Sie für unser Projekt! Machen Sie es bekannt bei Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen!
Ich als Vorsitzender biete an, jede und jeden Spender*in persönlich von unserer Tätigkeit zu überzeugen: Mit Bildvorträgen, am Telefon oder per Chat.
Fragen Sie mich über das Kontaktformular an!

Mit herzlichen Grüßen,

Felix Riedel

Dokumentation und Zuhören sind wichtiger Teil der Tätigkeit unseres Teams!
Unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz!
Aufklärung nach innen und nach außen: Den geflüchteten Frauen erklären Simon Ngota und Banabas Dalabre ihre Rechte und informieren sie über wichtige Neuerungen oder Gesundheitskampagnen. Auf Marktplätzen und Workshops klären wir die Bevölkerung auf. Mit Erfolg: 80% weniger Neuzugänge in den von uns betreuten Asylen!

Wir sind erfolgreich und doch am Limit – Unser Rückblick auf 2018/19

Wir sind am Limit und brauchen dringend Unterstützung.
Das letzte Jahr verlief stotternd, was die Finanzierung angeht. Das Auslaufen der Unterstützung durch DANIDA halbierte das Budget. Für 2020 ist die stiftungsbedingte Halbierung des bisherigen Budgets der Klaus-Jensen-Stiftung angekündigt. Somit bleiben uns für 2020 bislang knapp 6000 Euro im Jahr. 6000 Euro – das ist das Monatsgehalt eines Mittelklasseangestellten in Deutschland.  Und davon zahlen wir leider sehr niedrige Gehälter für Simon (130 Euro) und Evelyn Ngota (90 Euro) sowie Banabas Dalabra (90 Euro), den Betrieb eines Toyota Hilux mitsamt Versicherung und vor allem die Workshops in den Dörfern (im Bild Banabas Dalabra mit der neuen Soundanlage, für die wir bei Betterplace Geld sammeln konnten).

Unsere Erfolge sind über Ghana hinaus hörenswert: Es kamen in den letzten beiden Jahren immer weniger Frauen in die Asyle, allen Quellen in den Dörfern zufolge nahmen die Anklagen drastisch ab und es spricht sich herum, dass Anklagen Widerspruch erhalten und in die Kritik geraten können. Simon Ngota, der nicht zum Schönfärben neigt, spricht von 80% weniger Anklagen. Durch die Reintegrationsmaßnahmen (Bild 2 und 3) sank die Zahl in den Asylen deutlich. Dennoch denken wir noch lange nicht ans aufhören, zumal in unserer Reichweite in Tindang und Kukuo noch zwei große Asyle weitgehend ohne alltägliche Hilfe bleiben mussten.  Hexenjagden treten in Nordghana zudem in unberechenbaren Zyklen auf, es kann sein, dass trotz unserer Arbeit eine Epidemie oder ein charismatischer Hexenjäger spontan für Dutzende von Anklagen sorgt.

Aktionen anderer NGO’s in den Asylen bleiben spärlich und nicht von Dauer. ActionAid hat sich nach dem Skandal um die medienwirksam inszenierte “Rücksiedelung” von 55 Frauen aus Banyasi, die sich durch unsere Recherchen vor Ort als Fälschung herausstellte, nicht mehr im Zuge der “Roadmap” betätigt. Mit ihrer “Roadmap” kündigte die damalige Frauenministerin und ActionAid eine rasche Schließung aller Asyle an – was verständlicherweise für Panik sorgte bei den Frauen in den Asylen.
Die AWAACC ist nicht mehr wirksam – sie sollte ein Bündnis von verschiedenen Projekten darstellen, von denen viele aber längst ausgelaufen waren, so dass das WHVEP unter Simon Ngota einer von zwei tatsächlich aktiven Akteuren blieb.

Die Katholische Mission in Gushiegu hat mit einem Bohrloch und Toiletten viel geleistet für den Lebensstandard der Frauen in Gushiegu. Eine Solaranlage funktioniert leider nicht mehr (eine häufige Geschichte, meist sind Blitzschäden oder Wasserschäden verantwortlich). Die Missionare kommen nur noch in das Asyl, um mit den Frauen zu beten und für Gottesdienste zu werben.
Das LEAP-Projekt der Regierung konnte einige Zeit und einigen Frauen die Krankenkassengebühren erlassen. Es hatte stets hohe Hürden (wirklich kranke oder gebrechliche Personen konnten nicht in die Stadtzentren fahren, um sich registrieren zu lassen) und wird wohl nicht besser, so dass unser Projekt in Notfällen immer wieder Krankenkassengebühren zahlt.
Aktiv ist lediglich noch in Gambaga das Gambaga Home Project. Die Frauen dort haben sich geweigert, in einen Neubau im Stil eines Internats zwei Kilometer vor der Stadt zu ziehen. Sie blieben in ihrem alten Ghetto nahe dem Markt und werden dort von Samson und Ruth besucht.

Damit bleiben wir für die Asyle Kpatinga, Gushiegu, Nabule und Gbintiri die Einzigen, die dauerhaft soziale Arbeit mit über 140 Frauen leisten.
Gemessen an den Kosten ist die Arbeit von Simon Ngota, Evelyn Ngota und Banabas Dalabra extrem effizient. Es stellt sich uns gerade daher die Frage: hat Gesellschaft so wenig für uns übrig?
Wir bitten daher ausdrücklich um Mithilfe bei  der Vermittlung von Projektpartnerschaften, Fördergeldern, SchirmherrInnen und anderen Ressourcen, die uns möglichst bürokratiearm helfen, in Nordghana unsere Arbeit fortzusetzen und zu erweitern.

Mit besten Grüßen,
Felix Riedel,
Vorsitzender von “Hilfe für Hexenjagdflüchtlinge”
Gründungsmitglied und wissenschaftlicher Beirat des ghanaischen “Witch-hunt Victims Empowerment Project”.

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